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© Antje Dorn / VG Bild-Kunst, Bonn 2000/2001 [all rights reserved]
antje dorn - motorgirls
antje dorn - motorgirls - gouache auf papier
"Tripplegitty" aus der Serie / from the series "motorgirls", 29,7x42 cm,
Gouache auf Papier / gouache on paper, 2001.

"Santana" aus der Serie / from the series "motorgirls", 29,7x42 cm,
Gouache auf Papier / gouache on paper, 2001.
Sammlung / public collection: Museum Ludwig, Köln
Motorgirls ist der Titel einer umfangreichen Bilderserie, die in den Jahren 2000 und 2001 entstanden ist.
Sie besteht aus Gouachen auf Papier im Format 29,7x42 cm und Gemälden (Öl auf Leinwand) in verschiedenen Formaten.
Thema dieser Bilderserie ist der Blick auf das Bildmotiv "Frau und Auto", ausgehend von Bildmaterial aus Printmedien und Werbung.

Motorgirls is the title of an extensive series of paintings and watercolour drawings I made in the years 2000 und 2001.
The gouaches on paper have the size 29,7x42 cm and the paintings are in various sizes around 190x220 cm.
Topic of this series is a view on the picture motif -woman with car-, well known from images in advertisements, films and printmedia.

antje dorn - motorgirls - museum folkwang
Installationsansicht von Gemälden und Gouachen der Serie / Installation view of paintings and gouaches from the series "motorgirls" (Detail)
in der Ausstellung / in the exhibition "Antje Dorn. Stuff", Museum Folkwang, Essen 2011
Ausstellungsphoto: Jens Nober, Museum Folkwang, Essen

Leihgeber der oben abgebildeten Gouachen der Serie "motorgirls" für die Ausstellung "Stuff": Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett.

antje dorn - motorgirls - painting
Nr. 2, aus der Serie "motorgirls", 170x190 cm, Öl auf Leinwand, 2000
Knut Maron über die Serie Motorgirls anlässlich
zone B Berlin / one artist show, Art Karlsruhe 2009

Antje Dorn, Motorgirls

Motorgirls ist der Titel der umfangreichen Serie von Gouachen und Ölgemälden der 1964 geborenen Berliner Künstlerin. Sie knüpft an die Werkkomplexe ÖLÖLÖL, Cookie Park und O,O Total an. Dabei beschäftigt sich Antje Dorn mit der Allgegenwart komplexer Zeichen und Megazeichen in Medien und Werbung der postindustriellen Konsumgesellschaft. Motorgirls intervenieren mit Autos, schießen von roten Pick-Ups auf grauschwarze Substanzen; vergnügen sich liegend beim sportlichen Balancieren von Truckweels: flitzen in haifischartigen Rennwagen aus dem Bild; schmökern im Negligée auf Warndreiecken sitzend; rammen heiter mit Monsterbuggys Laubbäume.
Bunte, kraftvolle, satyrisch-humorvolle Begegnungen von illusteren Damen mit dem Götzen des Bewegungsdiktats.
Ein erfischender Gesang auf Auto und Girl.

antje dorn - motorgirls #06 -painting
#06 aus der Serie "motorgirls", 220x180cm, Öl auf Leinwand, 2001.
Privatsammlung / privat collection, Bochum

Von Frauen und Autos
Pressetext der Galerie Rehbein, Köln zur Ausstellung:
Antje Dorn "motorgirls", 12. Dezember 2003 bis 6. Februar 2004


Motorgirls, eine Bilderserie von Antje Dorn, zeigt Szenen, die von Frauen und Autos erzählen und das Gefährt zum Gefährten werden lassen.
Das Augenmerk ist speziell auf das Doppel Autos und Frauen gerichtet, eine Motivwahl, zu der einem jede Menge Bildmaterial im täglichen Leben, in Printmedien, in der Werbung und in Filmen begegnet. Das Automobil wird seit seiner Erfindung als Projektionsfläche für Freiheitssehnsucht,
Abenteuer, Lebenslust, Stärke und Verliebtsein benützt. Es ist nie nur praktische Alltagsmaschine, sondern kreiselt in der Vermischung von Statussymbol und menschlicher Identifikation und Mythologisierung. Eine Sehnsuchtsmaschine, die spielerischen Umgang mit der Erfüllung von Wünschen herausfordert. Durch die Anwesenheit von Frauen im Bild potenzieren und verzahnen sich diese Wunschvorstellungen, zuweilen sind sie auch nur Blickfang und beleben die Technik.
In den Bildern von Antje Dorn spielt die Frau alle Rollen - und das Auto auch.

Antje Dorn, die sich in unterschiedlichen Bildserien mit den verschlungenen Wegen menschlicher Kommunikation beschäftigt, Interpretationsspielräume und Paradoxien aufdeckt, durchbricht und dechiffriert gerade diese inszenierte Objekthaftigkeit der werbewirksamen Präsentationsmodi.
Mittels einer eigenwilligen, sich alles erlaubenden Zeichensprache tastet Dorn jene augenfälligen Reize, die als Begehrlichkeit stiftende und demnach werbewirksame Werte gehandelt werden, an.
Dabei kommen die Motorgirls meist als umrisshafte Erscheinungen daher, deren Figur angedeutet, jedoch nicht ausformuliert ist. Durch die Kontur, nicht aber durch das Volumen definiert, stehen sie ohne Körperlichkeit im Bildraum. Trotz der Attribute, die die „Sexbombe“ von der „Burschikosen“ unterscheiden, sind beide Erscheinungsformen gleichermaßen unkörperlich. Sie konstruiert Klischees um sie anschließend augenzwinkernd zu verschrotten.

antje dorn - motorgirls - Galerie Rehbein Cologne
Installationsansicht von Gemälden der Serie / Installation view of paintings from the series "motorgirls" (Detail), Galerie Rehbein, Köln 2003
Ausstellungsfoto: Galerie Rehbein, Köln
antje dorn motorgirls  galerie rehbein koeln
Installationsansicht von Gouachen und Gemälde der Serie / Installation view of paintings and gouaches from the series "motorgirls" (Detail),
Galerie Rehbein, Köln 2003
Ausstellungsfoto: Galerie Rehbein, Köln
antje dorn motorgirls kunstbank berlin
Installationsansicht von Gemälden der Serie motorgirls / Installation view of paintings from the Serie "motorgirls" in der Ausstellung / in the exhibition `Antje Dorn. Daniela Comani / Senatsstipendiaten stellen aus´, Kunstbank Berlin, 2002